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Praxiswissen | IT-Sicherheit und betriebliche Stabilität

IT-Sicherheit in Praxen: Der Selbst-Check des BSI

Ein kompakter Einstieg in technische und organisatorische Sicherheitsgrundlagen für Arzt-, Zahnarzt- und Psychotherapiepraxen.

Praxen arbeiten mit sensiblen Daten und zunehmend vernetzten IT-Systemen. IT-Ausfälle, Schadsoftware oder verschlüsselte Daten können deshalb nicht nur Datenschutzfragen auslösen, sondern den gesamten Praxisbetrieb beeinträchtigen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt dafür einen kompakten Selbst-Check bereit. Die Veröffentlichung richtet sich ausdrücklich an Arzt-, Zahnarzt- und Psychotherapiepraxen.

SoftPac Business Services: IT-Sicherheit mit Schutzschild, Zugangsschutz und IT-Systemen Bild folgt

Kurzüberblick

  • Originalquelle Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Offizielle BSI-Veröffentlichung vom 05.06.2026.
  • Zielgruppe der Broschüre Medizinische und psychotherapeutische Praxen Arzt-, Zahnarzt- und Psychotherapiepraxen erhalten einen ersten strukturierten Überblick.
  • Einordnung Technik und Organisation gemeinsam betrachten Klare Zuständigkeiten sind ebenso wichtig wie aktuelle Systeme und belastbare Datensicherungen.

Warum der Selbst-Check für Praxen sinnvoll ist

IT-Sicherheit besteht nicht nur aus Virenschutz, Firewall oder einer einzelnen Datensicherung. Im Praxisalltag greifen Technik, Arbeitsorganisation, Zugriffsrechte, Zuständigkeiten und das Verhalten der Mitarbeitenden ineinander.

Der BSI-Selbst-Check hilft dabei, diese Grundlagen geordnet zu betrachten. Er schafft einen ersten Überblick, ohne ein technisches Audit zu ersetzen.

Die Broschüre richtet sich konkret an Arzt-, Zahnarzt- und Psychotherapiepraxen. Grundprinzipien wie klare Zuständigkeiten, aktuelle Systeme und getestete Backups sind zugleich auch für andere kleine Unternehmen sinnvoll. Daraus folgt jedoch nicht, dass praxisbezogene gesetzliche Vorgaben automatisch für andere Branchen gelten.

Inhalte des Selbst-Checks

Was der BSI-Selbst-Check betrachtet

Die Kurzbroschüre verbindet personelle, organisatorische und technische Fragen. Die folgenden Punkte fassen die Themen eigenständig und praxisnah zusammen.

Eintritt und Austritt von Mitarbeitenden

  • neue Mitarbeitende geordnet einarbeiten
  • eigene Benutzerkonten statt gemeinsam genutzter Zugangsdaten einrichten
  • Rollen und Zugriffsrechte nachvollziehbar dokumentieren
  • Zugänge beim Austritt zeitnah sperren oder entfernen

Externe Dienstleister und Fremdpersonal

  • Zugriffe auf das notwendige Maß begrenzen
  • Aufgaben und Verantwortlichkeiten klar vereinbaren
  • temporäre Berechtigungen nach Abschluss wieder entziehen

Schulung und verdächtige E-Mails

  • Mitarbeitende regelmäßig sensibilisieren
  • verdächtige Nachrichten nicht unbedacht öffnen
  • einen klaren Meldeweg für Auffälligkeiten festlegen

Updates und veraltete Systeme

  • Sicherheitsupdates zeitnah einspielen
  • Zuständigkeit und Vertretung für Updates festlegen
  • veraltete Hard- und Software systematisch erkennen
  • nicht mehr unterstützte Systeme geordnet ablösen

Datensicherung und Cloud-Dienste

  • Datensicherung verbindlich regeln
  • Zuständigkeit und Vertretung für Backups benennen
  • Wiederherstellbarkeit regelmäßig praktisch prüfen
  • Sicherungsmedien schützen und möglichst verschlüsseln
  • Cloud-Anbieter vor der Nutzung sorgfältig prüfen

Eine besonders wichtige praktische Erkenntnis

Eine vorhandene Datensicherung allein reicht nicht aus

Entscheidend ist, ob alle benötigten Daten vollständig erfasst werden und sich im Ernstfall tatsächlich wiederherstellen lassen. Erst ein nachvollziehbarer Wiederherstellungstest zeigt, ob Sicherung, Dokumentation und benötigte Zugänge zusammen funktionieren.

Ebenso wichtig ist die organisatorische Seite: Wer kontrolliert die Sicherung? Wer reagiert bei Fehlern? Wer übernimmt bei Urlaub oder Krankheit? Technik bleibt lückenhaft, wenn Zuständigkeiten und Vertretungen nicht geregelt sind.

Was der Selbst-Check nicht leistet

Der BSI-Selbst-Check ist ein erster Überblick. Er ist:

  • kein technisches Sicherheitsaudit,
  • keine Zertifizierung,
  • kein vollständiger Nachweis der Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben und
  • kein Ersatz für die konkrete Umsetzung erkannter Maßnahmen.

Diese Einordnung stellt keine individuelle Rechtsberatung dar. Ob konkrete rechtliche oder fachliche Anforderungen erfüllt sind, muss im jeweiligen Einzelfall geprüft werden.

Offizielle BSI-Originalquelle

Die Kurzbroschüre und den vollständigen Selbst-Check stellt ausschließlich das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bereit. SoftPac spiegelt die Broschüre nicht und bietet keine eigene PDF-Kopie an.

Externer Link zur offiziellen Website des BSI. Es besteht keine Partnerschaft, Zertifizierung oder Zusammenarbeit zwischen SoftPac und dem BSI.

Vom Sicherheitsüberblick zur betrieblichen Stabilität

Der Selbst-Check des BSI zeigt, welche technischen und organisatorischen Grundlagen in einer Praxis berücksichtigt werden sollten. Für die betriebliche Handlungsfähigkeit stellt sich darüber hinaus die Frage, ob ein Unternehmen auch dann arbeitsfähig bleibt, wenn Technik, Mitarbeitende oder wichtige Abläufe kurzfristig ausfallen.

Wie stabil ist Ihr Unternehmen insgesamt aufgestellt?

Der kostenlose SP-Stabilitätscheck betrachtet zusätzlich Zuständigkeiten, Vertretungsregelungen, Unternehmenswissen, Datensicherung, Wiederanlauf und kritische Abläufe. Sie beantworten 25 Fragen in fünf Bereichen und erhalten direkt im Browser eine erste Auswertung.

Ihre einzelnen Antworten werden nicht gespeichert und nicht an SoftPac übertragen. Es werden keine Namen, E-Mail-Adressen oder Registrierungsdaten verlangt. Lediglich anonyme, aggregierte Zählwerte zur Nutzung des Checks werden erfasst.

Erkenntnisse priorisieren und umsetzen

Ein Selbst-Check schafft zunächst Transparenz. Entscheidend ist anschließend, erkannte Schwachstellen zu priorisieren, Zuständigkeiten festzulegen und realistische Maßnahmen umzusetzen.

Wenn mehrere Bereiche gleichzeitig unklar sind und eine geführte Einordnung benötigt wird, kann die bestehende SP-Stabilitätsanalyse einen weiterführenden Gesamtblick bieten. Der kostenlose SP-Stabilitätscheck bleibt der erste und niedrigschwellige Einstieg.

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