Kaufratgeber für Dentallabore

Welche Dentallabor-Software passt zu Ihrem Labor?

Die passende Dentallabor-Software ergibt sich nicht allein aus einer Funktionsliste. Entscheidend sind auch Lizenzmodell, Betriebsmodell, laufende Kosten, Internetabhängigkeit, Datenhaltung und die Verantwortung, die ein Labor selbst übernehmen möchte.

Dieser Vergleich stellt marktübliche Modelle gegenüber, ohne einzelne Anbieter oder Produkte gleichzusetzen. Miete bedeutet nicht automatisch Cloud; Kauf bedeutet nicht zwangsläufig lokale Installation.

Entscheidung in zwei Ebenen

  • LizenzKauf, Jahresabo oder MonatsmieteRegelt Zahlung und Nutzungsrecht.
  • BetriebCloud oder lokale InstallationRegelt Bereitstellung, Datenhaltung und technische Verantwortung.

Lizenzmodelle

Kaufsoftware, Jahresabo und monatliche Mietlizenz

Kaufsoftware

Einmalige Anschaffung. Die erworbene Programmversion kann grundsätzlich dauerhaft weiter genutzt werden. Ein jährlicher Updatekauf ist bei SoftPac nicht verpflichtend; der Kunde entscheidet selbst. Der spätere Updatepreis hängt vom Alter der vorhandenen Version ab.

Jahresabo

Feste jährliche Gebühr und Nutzung, solange das Abonnement besteht. Updates und Support sind üblicherweise enthalten, bei Cloudangeboten häufig auch Hosting. Das schafft planbare, aber dauerhaft wiederkehrende Kosten.

Monatliche Mietlizenz

Monatliche Zahlung mit niedrigerer Einstiegshürde. Updates und Support sind häufig enthalten; die Kündbarkeit hängt vom Vertrag ab. Dafür entstehen während der Nutzung fortlaufende Lizenzkosten.

Rechenbeispiele

Was kosten unterschiedliche Modelle über mehrere Jahre?

Beispiele unterschiedlicher Lizenzmodelle bei Dentallabor-Software. Die Produkte werden damit nicht als funktionsgleich dargestellt.

Modell, 5 Arbeitsplätze1. Jahr3 Jahre5 Jahre
SoftPac Kaufmodell2.235 EUR3.425 EUR4.615 EUR
Jahresabo-Beispiel1.995 EUR5.985 EUR9.975 EUR
Monatsmiet-Beispiel2.994 EUR8.982 EUR14.970 EUR

Berechnungsgrundlage: SoftPac im ersten Jahr 2.235 EUR netto für fünf Arbeitsplätze. Für jedes Folgejahr wurden rein rechnerisch 399 EUR historischer Durchschnittspreis der Hauptlizenz plus 4 × 49 EUR für vorhandene zusätzliche Arbeitsplätze angesetzt, zusammen 595 EUR. Das Jahresabo-Beispiel basiert auf 1.995 EUR netto pro Jahr. Das Monatsmiet-Beispiel basiert auf 129,90 EUR plus 4 × 29,90 EUR, zusammen 249,50 EUR netto pro Monat.

Wichtiger Hinweis: Rechenbeispiel auf Basis heutiger Marktpreise, aktueller Arbeitsplatzpreise und des durchschnittlichen SoftPac-Updatepreises der vergangenen fünf Jahre. Zukünftige Preise können abweichen. Bei SoftPac ist unterstellt, dass jedes Jahr ein Update gekauft wird, obwohl dies nicht verpflichtend ist. Die anonymen Vergleichswerte stammen aus derzeit öffentlich angebotenen Marktpreisen; Preise und Leistungsumfang können sich ändern.

Kosten, Updates und Support ausführlich einordnen

Betriebsmodelle

Cloud und lokale Installation sachlich vergleichen

KriteriumCloudlösungLokale Installation mit SoftPac
Internet für den normalen ProgrammbetriebGrundsätzlich erforderlichNur für den E-Mail-Versand von XML-Dateien und Rechnungen erforderlich
DatenhaltungBei externem Anbieter beziehungsweise dessen InfrastrukturIm eigenen Betrieb
ArbeitsplätzeInternetfähige Endgeräte erforderlichWindows-Arbeitsplätze erforderlich
Zusätzliche ServerinfrastrukturBeim Kunden meist nicht erforderlichKlassischer Server nicht zwingend erforderlich
UpdatesHäufig zentral durch den Anbieter bereitgestelltVon SoftPac bereitgestellte Updates können beim Programmstart einfach eingespielt werden
Revisions- und VersionsprüfungTypischerweise zentralSoftPac kann beim Programmstart Versions- und Revisionsprüfungen durchführen
Lokale HardwarepflegeFür Endgeräte weiterhin erforderlichEbenfalls erforderlich
BetriebssystempflegeFür Endgeräte weiterhin erforderlichEbenfalls erforderlich
InternetausfallProgrammnutzung kann eingeschränkt oder unmöglich seinAlle Funktionen außer dem E-Mail-Versand von XML-Dateien und Rechnungen bleiben nutzbar
Störung beim SoftwareanbieterKann die Verfügbarkeit beeinflussenLokale Programmversion bleibt grundsätzlich nutzbar
DatensicherungAbhängig von Anbieter und VertragLiegt in eigener Verantwortung des Betriebs
Zugriff von außerhalbMeist einfacher vorgesehenMuss bei Bedarf separat technisch eingerichtet werden
DatenhoheitAbhängig von Anbieter, Vertrag und technischer StrukturUnmittelbare Kontrolle über den lokalen Datenbestand
AuftragsverarbeitungBei externer personenbezogener Datenverarbeitung regelmäßig relevantFür den reinen lokalen Programmbetrieb durch SoftPac grundsätzlich nicht erforderlich
AnbieterwechselDatenexport und Vertragsbedingungen prüfenDatenbestand befindet sich bereits im eigenen Einflussbereich

Cloudlösungen bieten häufig ortsunabhängigen Zugriff, keine Installation der eigentlichen Fachanwendung auf jedem Arbeitsplatz, zentrale Bereitstellung neuer Versionen, Anbieter-Hosting und gut kalkulierbare laufende Kosten. Endgeräte, Betriebssysteme, Browser, lokale Netzwerke, Zugangsdaten, Benutzerrechte, Endpoint-Schutz und sichere Internetnutzung bleiben trotzdem Aufgabe des Unternehmens.

SoftPac Dental bietet lokale Datenhaltung, unmittelbare Kontrolle über den Datenbestand und einen normalen Programmbetrieb ohne permanente Internetverbindung. Ohne Internet bleiben alle Funktionen nutzbar; ausgenommen ist der E-Mail-Versand von XML-Dateien und Rechnungen. Ein klassischer Server ist nicht zwingend erforderlich; je nach Betriebsgröße kann vorhandene Windows-Infrastruktur ausreichen. Die zusätzlichen Verantwortungsbereiche liegen vor allem bei Sicherung und Wiederherstellbarkeit des lokalen Datenbestands, Zugriffsschutz, Rechteverwaltung und der Planung für den Ausfall der verwendeten lokalen Infrastruktur.

Was passiert, wenn die Internetverbindung ausfällt?

Bei rein browserbasierten Cloudlösungen hängt die Verfügbarkeit grundsätzlich von der Verbindung zum Dienst ab. Bei SoftPac Dental können bei funktionsfähiger eigener IT weiterhin alle Programmfunktionen ausgeführt werden. Nur der Versand von XML-Dateien und Rechnungen per E-Mail ist ohne Internetverbindung nicht möglich. Ein Labor sollte Internetstörung, Cloudanbieter-Störung, Ausfall der eigenen Infrastruktur, Arbeitsplatzdefekt und Datensicherungsfehler getrennt betrachten.

Welche Verantwortung möchten Sie selbst übernehmen?

Cloud und lokale Installation beseitigen IT-Verantwortung nicht, sondern verteilen sie unterschiedlich. Beim Cloudmodell übernimmt der Anbieter einen Teil der zentralen Infrastruktur; dafür entstehen Abhängigkeiten von Internet, Dienstverfügbarkeit, Anbieter, Vertrag und gegebenenfalls Auftragsverarbeitung. Bei lokaler Nutzung verbleiben mehr Kontrolle und der Datenbestand im Betrieb; insbesondere Sicherung, Wiederherstellbarkeit und Schutz dieser lokalen Daten müssen zuverlässig organisiert werden.

Entscheidend ist nicht, welches Modell grundsätzlich „besser“ ist, sondern welche Form der Verantwortung, Kostenstruktur und Datenhaltung zum jeweiligen Labor passt.

Datenschutz

Datenschutz: Cloud und lokale Verarbeitung verteilen Verantwortung unterschiedlich

Verarbeitet ein externer Cloudanbieter personenbezogene Daten für das Labor, sind regelmäßig Fragen der Auftragsverarbeitung relevant. Zu prüfen sind insbesondere Vertrag nach Art. 28 DSGVO, technische und organisatorische Maßnahmen, Garantien des Auftragsverarbeiters, Unterauftragnehmer, Datenstandort, Drittlandübermittlungen, Berechtigungen, Dokumentation, Nachweise, Audit- und Kontrollrechte sowie Export und Löschung bei Vertragsende.

Der Verantwortliche muss sich angemessen davon überzeugen können, dass der Auftragsverarbeiter ausreichende Garantien bietet. Je nach Risiko und Vertrag können dafür Vertragsunterlagen, TOM-Dokumentationen, Zertifizierungen, Auditberichte, Auskünfte und gegebenenfalls Audits oder Inspektionen relevant sein.

Beim reinen lokalen Betrieb von SoftPac Dental entsteht durch SoftPac selbst kein zusätzlicher Cloud-Auftragsverarbeiter für die laufende Verarbeitung der Labor- und Patientendaten. Das Labor bleibt insbesondere für Sicherung und Wiederherstellbarkeit des lokalen Datenbestands, Benutzerrechte, Zugriffsschutz und angemessene technische und organisatorische Maßnahmen verantwortlich. Die Pflege der verwendeten Endgeräte und Betriebssysteme bleibt unabhängig vom Betriebsmodell erforderlich. Lokale Software ist nicht automatisch DSGVO-konform.

Die Darstellung dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle rechtliche oder datenschutzrechtliche Beratung.

Entscheidungshilfe

Fragen vor der Auswahl einer Dentallabor-Software

  • Deckt die Software BEL/BEB, Kostenvoranschlag, Rechnung, E-Rechnung, XML, DATEV und die benötigte Dokumentation ab?
  • Passt sie zur Laborgröße, zu den Arbeitsplätzen und zu den Abläufen im gewerblichen Labor oder Praxislabor?
  • Welche Kosten entstehen für Anschaffung, Updates, Support, Hosting, zusätzliche Benutzer und Datenübernahme?
  • Wie funktionieren Export, Sicherung, Wiederherstellung und Anbieterwechsel?
  • Welche Verantwortung soll beim Anbieter liegen und welche im Labor?

Kriterien für Softwarewechsel und Datenübernahme

Passt Kaufmodell und lokale Datenhaltung zu Ihrem Dentallabor?

Lernen Sie SoftPac Dental und den tatsächlichen Funktionsumfang kennen. In einem direkten Gespräch lässt sich klären, welche Anforderungen für Ihr Labor entscheidend sind.